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Apothekendesign

Apothekendesign: Modulares Konzept für eine Apothekenkette

Modulares Apothekendesign für ein Filialkonzept in Chișinău, Moldau. Der Entwurf verbindet skalierbare Apothekenmöbel, flexible Präsentationssysteme, Edelstahl und modular aufgebaute Ladeneinrichtung.

Modular pharmacy retail furniture design with stainless steel shelving and integrated LED lighting

### Entwicklung eines Designkonzepts für eine Apothekenkette

Die Gestaltung einer Apothekenkette erfordert einen anderen Ansatz als die Planung einer einzelnen Verkaufsfläche. Bei einem einzelnen Standort kann das Ziel darin bestehen, ein individuelles Interieur zu schaffen. Bei einem Filialkonzept muss das Design dagegen zu einem System werden.

Skalierbarkeit, Modularität und die Austauschbarkeit einzelner Elemente bildeten deshalb die Grundlage des Apothekendesigns für dieses Projekt in Chișinău, Moldau.

Ein wesentlicher Teil des Planungsprozesses bestand in der Entwicklung modularer Apothekenmöbel, die effizient produziert, demontiert, an andere Standorte transportiert und dort in unterschiedlichen Konfigurationen wieder aufgebaut werden können.

### Ein modulares 500-mm-System

Die Ladeneinrichtung wurde auf Basis eines 500-mm-Moduls entwickelt. Dieses Maß bildet die Grundeinheit, aus der unterschiedliche Möbelkompositionen aufgebaut werden können.

Anstatt jedes Regal als individuelles Objekt zu entwerfen, entwickelten wir eine Familie kompatibler Elemente: Seitenteile, Mittelmodule und Abschlusselemente.

Dadurch lässt sich dasselbe Gestaltungssystem an Räume mit unterschiedlichen Abmessungen und Grundrissen anpassen, ohne die einheitliche architektonische Sprache der Apothekenkette zu verlieren.

Die Möbel sind damit nicht nur einzelne Präsentationselemente, sondern Teil eines konstruktiven Systems, das auf unterschiedliche Standorte reagieren kann.

### Trennung von Arzneimitteln und Kosmetik

Materialien und Farben dienen dazu, zwei wesentliche Produktbereiche visuell voneinander zu unterscheiden.

Weiße Regale mit Glaselementen werden für die Präsentation und Aufbewahrung von Arzneimitteln eingesetzt. Ihre zurückhaltende Gestaltung bildet einen neutralen Hintergrund und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Produkte.

Der Kosmetikbereich erhält dagegen eine eigenständige Identität. Türkisfarbene Elemente in Kombination mit Edelstahl schaffen eine ausdrucksstärkere Präsentationsfläche.

So können Kunden die unterschiedlichen Bereiche intuitiv erkennen, ohne dass zusätzliche räumliche Trennungen erforderlich sind.

### Edelstahl als Teil der architektonischen Identität

Edelstahl ist eines der charakteristischen Materialien des Apothekendesigns.

Er wird an ausgewählten Fronten der unteren Möbelmodule eingesetzt und stellt eine subtile Verbindung zur technischen und produktionstechnischen Welt der Pharmazie her.

Auch die Wand hinter den Apothekern ist als durchgehende Edelstahlfläche konzipiert. Sie funktioniert nicht nur als neutraler Hintergrund, sondern reagiert auf Licht, Reflexionen und Bewegung.

Je nach Blickwinkel verändert sich ihre Erscheinung und verleiht der monochromen Oberfläche zusätzliche räumliche Tiefe.

### Individuelle Bedienplätze

Der Kassenbereich wurde bewusst ohne eine durchgehende traditionelle Verkaufstheke gestaltet.

Stattdessen verfügt jeder Apotheker über einen eigenen Bedienplatz. Dadurch wird der Kassenbereich nicht als lange Barriere zwischen Personal und Kunden wahrgenommen, sondern als Abfolge klar definierter Kontaktpunkte.

Jeder Bedienplatz wird zusätzlich vertikal betont.

Ein Portal entwickelt sich aus dem unteren Möbelkörper, während ein entsprechendes Volumen von der Decke herabgeführt wird. Dazwischen bildet ein teilweise geschlossenes Glaselement einen geschützten Arbeitsbereich für den Apotheker und berücksichtigt gleichzeitig hygienische und sicherheitsrelevante Anforderungen.

Zusammen bilden diese Elemente eine vertikale architektonische Komposition um jeden Bedienplatz.

### Vom Innenraum zum skalierbaren Designsystem

Bei einer Apothekenkette kann erfolgreiches Interior Design nicht darin bestehen, einen einzelnen Raum identisch zu reproduzieren.

Entscheidend ist vielmehr die Entwicklung architektonischer Regeln, die auch bei unterschiedlichen Raumgrößen, Grundrissen und Standorten funktionieren.

In diesem Projekt bilden das 500-mm-Möbelmodul, austauschbare Komponenten, differenzierte Produktbereiche und wiederkehrende Kassenportale ein solches System.

Das Ergebnis ist ein Apothekendesign, das nicht nur für einen Standort in Chișinău entwickelt wurde, sondern als flexible Gestaltungssprache für ein größeres Filialnetz funktioniert.

Pharmacy checkout design by Sokruta Design with individual pharmacist stations and glass protective screens
Modular pharmacy checkout counter with glass pharmacist screens and stainless steel details
Modular pharmacy shelving and product display system with glass shelves and integrated LED lighting
Modular pharmacy retail display unit with glass shelving, storage drawers and integrated product signage
Modular pharmacy display shelving system with integrated LED lighting, glass shelves and storage drawers

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