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Wie man mit 20 mm starken Marmorplatten die Wirkung eines monolithischen Steinblocks erzeugt

Wie entstehen monolithische Marmorelemente in modernen Innenräumen? Wir zeigen den Prozess der Verarbeitung von 20 mm starken Naturmarmorplatten – von der präzisen Planung und dem Zuschnitt bis zur Montage als optisch geschlossener Monolith.

Marmur we wnętrzu – monolityczny element z naturalnego kamienia w projekcie Sokruta Design

Wie man mit 20 mm starken Marmorplatten die Wirkung eines monolithischen Steinblocks erzeugt

Naturstein verleiht einem Interieur Beständigkeit, Tiefe und architektonische Präsenz. In unseren Projekten interessiert uns jedoch nicht nur die Schönheit des Materials, sondern vor allem die Frage, wie es zur Gestaltung des Raumes eingesetzt werden kann.

Ein zentrales Element dieses Interieurs ist eine optisch massive Wand aus schwarzem Marmor in Kombination mit einer auskragenden Bartheke.

Das Ziel bestand darin, den Eindruck eines massiven Marmorblocks mit natürlich gebrochener Kante zu erzeugen – nicht den einer lediglich mit Stein verkleideten Wand.

Tatsächlich besteht die sichtbare Natursteinoberfläche aus nur 20 mm starken Marmorplatten.

Was sich im „Marmorblock“ verbirgt

Die Konstruktion begann lange vor der Montage des Marmors.

Zunächst wurde eine gemauerte Wand als tragender Kern errichtet. Bereits während dieser Bauphase wurde eine individuell angefertigte Stahlkonstruktion für die spätere auskragende Arbeitsplatte in das Mauerwerk integriert.

Dadurch konnte die Platte ohne sichtbare Beine oder zusätzliche äußere Stützen ausgeführt werden.

Nach Abschluss der Arbeiten verschwand die gesamte Tragkonstruktion innerhalb der Wand.

Verkleidung mit 20 mm starkem Naturmarmor

Anschließend wurde die gemauerte Konstruktion auf beiden Seiten mit 20 mm starken Platten aus Naturmarmor verkleidet.

An der Stirnseite wurden die Marmorplatten bewusst etwa 50 mm über das Mauerwerk hinausgeführt.

Dieser Überstand war Teil des Entwurfs.

Statt einer konventionellen polierten Kante oder einer 45-Grad-Verbindung sollte der Eindruck entstehen, dass die Wand aus einem massiven, natürlich gebrochenen Marmorblock besteht.

Herstellung der gebrochenen Kante

Nach der Montage wurden die überstehenden Kanten der Marmorplatten von Hand abgeschlagen.

Dadurch entstand eine unregelmäßige, raue Struktur, die an natürlich gebrochenen Stein erinnert.

Zwischen den beiden Marmorplatten blieb jedoch der konstruktive Kern der Wand sichtbar.

Dieser Zwischenraum wurde deshalb mit Mörtel ausgefüllt und anschließend von Hand modelliert. Die Oberfläche wurde so geformt, dass sie die unregelmäßige Geometrie der tatsächlich gebrochenen Marmorkanten fortsetzt.

Fortsetzung der natürlichen Marmoradern

Nach dem vollständigen Trocknen wurde die modellierte Fläche in einem tiefen Schwarzton gestrichen, der auf die Farbe des Marmors abgestimmt wurde.

Damit war die Arbeit jedoch noch nicht abgeschlossen.

Um die Illusion eines massiven Steinblocks überzeugend zu machen, mussten auch die natürlichen Adern des Marmors über die Stirnseite hinweg optisch fortgeführt werden.

Daher wurden die Marmoradern im letzten Arbeitsschritt von Hand auf der rekonstruierten Oberfläche weitergezeichnet.

Richtung, Stärke und Charakter orientierten sich an den natürlichen Adern der angrenzenden Marmorplatten.

Erst diese Kombination aus echtem gebrochenem Marmor, modellierter Struktur und fortgesetzter Maserung erzeugt die überzeugende Wirkung eines massiven Steinblocks.

Warum keine klassische 45-Grad-Verbindung?

Bei hochwertigen Natursteinarbeiten werden Platten häufig im 45-Grad-Winkel miteinander verbunden. Dadurch kann dünnes Material optisch wie ein wesentlich stärkerer Steinblock wirken.

Diese Technik eignet sich hervorragend für präzise, geometrische Details.

In diesem Projekt wollten wir jedoch bewusst das Gegenteil erreichen.

Die raue Kante sollte einen Kontrast zur präzisen zeitgenössischen Architektur des Interieurs bilden und an ein Fragment natürlichen Felsens erinnern.

Die Unregelmäßigkeit ist deshalb kein Ausführungsfehler, sondern ein bewusst geplantes Gestaltungselement.

Die auskragende Arbeitsplatte

Eine zusätzliche technische Herausforderung war die auskragende Bartheke.

Im fertigen Innenraum scheint sie direkt aus dem Marmorblock herauszuwachsen. Sichtbare Beine oder massive äußere Halterungen gibt es nicht.

Möglich wurde dies durch die Stahlkonstruktion, die bereits während der Rohbauphase in die gemauerte Wand integriert wurde.

Nach der Montage des Marmors verschwand das gesamte Tragsystem.

So entsteht ein bewusster Kontrast: Der vertikale Marmorblock wirkt schwer, roh und monumental, während die horizontale Platte leicht und nahezu schwebend erscheint.

Die Illusion massiven Natursteins

Der tatsächlich verwendete Naturmarmor ist nur 20 mm stark.

Visuell wird das fertige Element jedoch als massiver Steinblock wahrgenommen.

Genau diese Transformation macht das Detail für uns interessant.

Es geht nicht nur darum, ein hochwertiges Material zu präsentieren. Wir kombinieren Naturstein, Konstruktion, handwerkliche Arbeit und individuell entwickelte technische Lösungen, um eine bestimmte architektonische Wirkung zu erzielen.

Der Betrachter sieht einen monolithischen Marmorblock.

Dahinter verbergen sich Mauerwerk, eine integrierte Stahlkonstruktion, zwei 20-mm-Marmorplatten, 50 mm Materialüberstand, manuell gebrochene Kanten, modellierter Mörtel, Farbanpassung und von Hand fortgeführte Marmoradern.

Details bestimmen das Interieur

Dieses Element zeigt sehr gut unseren grundsätzlichen Ansatz zur Innenarchitektur.

Individuelle Innenarchitektur bedeutet für uns mehr als die Auswahl von Möbeln, Leuchten und Oberflächen. Ein einziges Detail kann die Zusammenarbeit von Architekten, Bauunternehmen, Metallbauern, Natursteinspezialisten und Handwerkern erfordern.

Und häufig verbirgt sich hinter einem scheinbar einfachen Endergebnis eine besonders komplexe Planung und Ausführung.

Sokruta Design entwickelt zeitgenössische Wohninterieurs und begleitet deren Realisierung von der ersten Konzeption und Ausführungsplanung über individuelle Details und Bauarbeiten bis zum fertiggestellten Innenraum.

Unser Studio befindet sich in Warschau. Wir arbeiten an Wohnungen und Privathäusern in Polen und in anderen europäischen Ländern.

Montaż monolitycznej zabudowy z marmuru – konstrukcja i okładzina z płyt marmurowych 20 mm
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Montaż okładziny z naturalnego marmuru – łączenie płyt marmurowych 20 mm w monolityczną bryłę
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Montaż monolitycznego elementu z marmuru – formowanie bryły z płyt marmurowych 20 mm
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Gotowy monolityczny element z naturalnego marmuru w nowoczesnym wnętrzu kuchni
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